top of page

AUDIOQUATROSKOPIEN - Visuelle Klassik

For an English version see www.audioquatroscopy.com

Gratuliere! Du bist auf einer Webseite gelandet, die Wonne auf eine völlig neue und anspruchsvolle Art vermitteln will. Meine Audioquatroskopien sind Videos, in denen quadratische Bilder von malerischen Objekten mehrfach gespiegelt werden und sich zu den Rhythmen von klassischen Musikstücken auf eine völlig neue Art bewegen.

Überzeuge dich selbst an diesem ersten Beispiel. Eine Ansicht der St. Thomas Kirche in Leipzig aus Google Earth habe ich eingefärbt und diese in vier Richtungen mehrfach gespiegelt. Beim Bewegen des zentralen quadratischen Bild zum Rhythmus von Johann Sebastian Bachs Präludium in C-Dur (Du kennst das!) bewegen sich alle 47 Quadrate, aber in gegenseitigen Richtungen - was für ein kutiviertes Spektakel! Die Begründung der Auswahl von Bild und Musik ist, dass Bach einen grossen Teil seines Lebens als Organist in dieser Kirche gewirkt hat.
 

Bach in Leipzig

Bach in Leipzig

Play Video

In den letzten Monaten habe ich zahlreiche AUDIOQUATROSKOPIEN produziert und auf die Plattform www.youtube.com/@audioquatroscopy geladen. Die Bilder dazu lassen sich in vier thematische Gruppen einteilen:
 
Klassische Kunst

Grieg and Mondrian                                  https://youtu.be/_cierciBATE
An einer Ausstellung im Museum Beyeler 2022 wurde die rasche Entwicklung von Piet Mondrians Malerei von spät-impressionistischem Stil 1910 zur abstrakten Malerei 1912 anhand von drei Gemälden nebeneinander gehängten eines (desselben) Obstbaumes gezeigt. Die drei habe ich überlagert und zum Teil nachgefärbt, um diese Veränderung seines Malens nachzubilden. All dies zum Ablauf von Edvard Griegs "Morgenstimmung", dem ersten Teil der seiner Suite Peer Gynt, Op. 46.

Saint-Saëns und van Gogh                      https://youtu.be/QbXMtGdT1D0
Camille Saint-Saëns komponierte 1886 "Le Cygne" als Teil seiner musikalische Suite "Le Carneval des Animaux". Im gleichen Jahr vollendete Vincent van Gogh "Café Terrasse la Nuit", das zu einem seiner berühmtesten Gemälde werden sollte.

Beethoven und Koller                               https://youtu.be/ITsQbOBwC6Q
Rudolf Kollers Gotthardpost von 1873 ist ein Schweizer Klassiker und hängt in der permanenten Sammlung des Kunsthauses Zürich (ein Abdruck hing auch im Wohnzimmer meiner Eltern). Die Gotthard-Post verkehrte von 1931 bis 1882, als die neue Eisenbahnlinie durch den Gotthard eröffnet wurde. Ich wählte den 3. Satz von Beethovens Symphonie No. 2 als Begleitung, wegen seinen Horntriolen, bevor ich realisierte, dass der Kutscher auf Kollers Bild sein Posthorn weggesteckt hatte, weil er offenbar mit Peitschenschwingen, Viehvertreiben und Bremsen zu beschäftigt war.

Brahms und Klimt                                      https://youtu.be/BLmBTajYG6I
Gustav Klimt hat seine Vorliebe für schöne Frauen in zahlreichen Gemälden festgehalten. Könnte nicht "Der Kuss" von 1908, nach einer rauschenden Nacht und dem Genuss von Johannes Brahms' Ungarischen Tanz Nr. 6, inspiriert gewesen sein?

Chopin and Nikis Nana                            https://youtu.be/K1YMmpjnKdw
Seit 1997 schwebt Niki de Saint Phalles' Nana im Hauptbahnhof Zürich. Dort hat sie Millionen von Reisenden mit ihrem fröhlichen Äusseren erfreut. Frederic Chopin vollendete seinen Walzer No. 15 in a-Moll im Jahre 1848, als auch der erste Bahnhof in Zürich für die erste Eisenbahn in der Schweiz vollendet wurde. Hier versuche ich, Nanas schwebende Leichtigkeit mit etwas musikalischer Beweglichkeit zu ergänzen.

Palestrina und Isenheim Altar               https://youtu.be/PYy3giWozfo
Colmars Isenheimer Altar, 1516 vollendet, wurde von kurzem restauriert und erstahlt wieder in seiner ursprünglichen Pracht. Der Teil "Versuchung des heiligen Antonius" von Nicolaus von Hagenau zeigt in spektakulärer Weise, was man sich unter solchen Versuchungen und deren Konsequenzen damas vorstellte. Als zeitgenössische Musikbegleitung habe ich einen Choral aus Pierluigi Palestrinas "Alma Redemptoris Mater", gesungen von Les Petits Chanteurs de Montigny, gefunden. 
 
POP und Lichtenstein                          https://youtu.be/UJ9VUPd_PYg
Der unspektakuläre Song "Pop sweet Pop" ist wohl die passendste Begleitung zu Roy Lichtenstein's Illustration POP des Titelblatts der Newsweek-Ausgabe vom 25. April 1966. Mit dem Leitartikel "The Story of Pop" erhebt Peter Benchley darin die kommerziellen Grafiken von Warhol und Lichtenstein zu einer neuen Kunstgattung. Dies vor allem, weil Preise für deren grafische Erzeugnissen an Auktionen explodierten.

Natur

Satie und Schmetterling                                     https://youtu.be/z6IPnvnR4KI
Dieses Tagpfauenauge besuchte den Sommerflieder in unserem Garten am Ufer des Zürichsees an einem schönen Sonntagnachmittag und wurde von meiner Frau Vreni auf ihrem iPhone verewigt. Die Stille eines solchen Moments ist auch hörbar in Erik Saties Gymnopedies I, das er 1888 für Klavier komponierte.  

Charpentier und Matterhorn                   https://youtu.be/epaVJ9NHnfc
Das Matterhorn wird von vielen als der schönste Berg der Alpen betrachtet. Als ehemaliger Geologe schliesse ich mich diesem Urteil an, obwohl die Gesteine, aus denen es besteht nur mit Schwierigkeiten zu beproben sind. Für seine Grossartigkeit drängte sich als musikalische Beleitung eine der prunkvollsten Kompositionen, die ich kenne, das Te Deum von Marc Charpentiers auf, das 1962 erstmals aufgeführt und 1954 von Eurovision übernommen wurde. Meine Einfärbung dieser Ansicht von Google Earth ist speziell, weil ich eine unübliche Option in Photoshop verwendete: Color Inversion. Diese machte die hellen Schneeflecken dunkel und die Felsbänder hell. Sogar für Spezialisten ist dies wohl kaum bemerkbar, weil vor allem die Form des Matterhorns seine Identität ausmacht. 
           
Vivaldi und Gobale Erwärmung                     https://youtu.be/6jCnN_nSGlY

Unsere heissen Sommer, wohl verursacht durch menschliche Treibhausgas-Emissionen, sind gegenwärtig in aller Munde. Haben Sie schon Treibhaus-Gase gesehen? Hier mein Versuch, diese sichtbar zu machen. "Der Sommer" wurde vor 300 Jahren von Antonio Vivaldi in seinem Zyklus "Die Jahreszeiten" komponiert. Würde er sie heute - in einer an Treibhausgasen reicheren Atmosphäre und wärmeren Sommern - noch temperamentvoller komponieren?
  
Mahler und Stellar Nursery                     https://youtu.be/xL7az2l-J_s 
Gustav Mahler gab dem vierten Satz seiner zweiten Symphonie, bekannt als die Auferstehungssymphonie, die Bezeichnung "Urlicht". Diese Bezeichnung erhielt eine neue Bedeutung, als etwa 130 Jahre später die NASA Bilder des Hubble Teleskops der "Lagoon Nebula" veröffentlichte, einer leuchtenden Ansammlung intergalaktischen Materials in der Sonnensysteme entstehen sollen. Für mich eine offensichtliche Gelegenheit, beides in einer Audioquatroskopie zu verschmelzen.

Saint-Saëns und Aquarium                     https://youtu.be/e0RjHKYuc7A
 Der siebte Satz in Camille Saint-Saëns' Suite "Le Carnaval des Animaux" mit der Überschrift "Aquarium" erinnerte mich an eine Foto, die ich beim Besuch in Zürcher Zoo mit meiner Enkelin Anna vom dortigen Aquarium gemacht hatte. Da dort a   
 
Vivaldi and Plankton Bloom                    https://youtu.be/6jCnN_nSGlY
Der erste Satz von Antonio Vivaldis Flötenkonzert in F-Dur, Op. 10 "La Tempesta di Mare" erscheint eine gute Begleitung zu sein für eine bildliche Darstellung eines Themas, das mich in meiner früheren Forschungtätigkeit beschäftigt hat: Die winzige Kalkalge Emiliania huxleyi. Sie ist schön (im Rasterelektronen-Mikroskop) und hat sich als jüngste Kalkalgenart erst vor ca. 270'000 Jahren entwickelt und ist seither zur dominanten Art der Weltozeane geworden (Homo sapiens lässt grüssen). Ihre Häufigkeit im Oberflächenwasser der Ozeane ist so gross, dass sie als weisse Schlieren von Satelliten aus sichtbar wird. In den letzten Jahre ist sie auch in die subpolaren arktischen Gewässer  eingedrungen (Global Warming?). Weil Emiliania huxleyi Kalkplättchen produziert, welche auf den Meeresboden sinken, wird ihr Potenzial als globale Kohlenstoffsenke aktiv untersucht. 

Sehenswürdigkeiten
 
Bach und Thomaskirche Leipzig             https://youtu.be/5Sm2jbN2WvQ
Eine eingefärbte Google Earth Ansicht der Thomaskirche in Leipzig wird bewegt zur Musik von Johann Sebastian Bachs Präludium in C (BWV 846). Dies ist das erste Stück aus Bachs Wohltemperiertem Klavier und wird gespielt auf dem Cembalo von Marcel Kiener. Bach verbrachte den grössten Teil seine Schaffensperiode als Thomaskantor um Musikdirektor in Leipzig.

Händel and Westminster Abbey              https://www.youtu.be/iiDglw_2SmI
Eine Ansicht von Google Earth der wahrscheinlich bekanntesten Kirche Grossbitanniens habe in eingefärbt. Westminster Abbey war die Kirche der Englischen Königsfamilie seit 1066. Alle vergangenen Monarchen wurden hier gekrönt, verheiratet und begraben. Die gegenwärtige gothische Kirche mit den zwei Türmen wurde 1550 gebaut. Meine Aufnahme zeigt auch den benachbarten Westminster Palast mit dem House of Parliament, Big Ben und dem Victoria Tower - alles eine UNESCO World Heritage Site seit 1987. Auch der berühmteste Komponist Englands, der deutsche Georg Friedrich Händel, verbrachte den Grossteil seines Lebens hier. Am 17. Juli 1717 wurde seine Barocksuite "Wassermusik" am Ufer der Themse auf Verlangen von König Georg I uraufgeführt.  Daraus habe ich den ersten Satz (Sarabande) der dritten Suite als Begleitung der quatroskopischen Bewegungen der Westminster Abbey ausgewählt.

Mozart in Wien                                              https://www.youtu.be/bqM3r5SWoc4
Amadeus Mozart hat in seine Werke in Schloss Belvedere und im Stephansdom selber noch aufgeführt. Ausgewählte Google Earth Ansichten von beiden wurden eingefärbt und beweglich gemacht zum Andante aus seinem Klavierkonzert Nr. 21 in C-Dur (KV 467-II).

Beethoven in Gruyères                                 https://youtu.be/ITsQbOBwC6Q
Nein, nein, Beethoven war nie persönlich in Gruyères. Aber an einem sonnigen Nachmittag im Mai 2022 gaben die Mitglieder des Stradivari Quartetts im Turmzimmer des Schlosses Gruyères einem Konzert für eine Gruppe von Kammermusikliebhabern. Dabei war Beethovens Serenade in D-dur Op.8, das ich mit meine iPhone aufnahm. Der anmutige 6. Satz (Tema, Andante quasi Allegretto) schien mir geeignet, eine eingefärbte Ansicht des Schlosses Gruyère quatroskopisch zu tanzen zu bringen.

Chopin und Arc de Triomphe                      https://youtu.be/Cn12_-emaJw
Diese Audioquatroskopie kombiniert eine eingefärbte Google Earth Ansicht des Arc de Triomphe mit dem Walzer in A-moll des polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Chopin verbrachte den grössten Teil seines Lebens in Paris wo er als ein prominenter Vertreter der Romantik wurde. Diesen Walzer komponierte er 1845 und widmete ihn der Baronesse Chalotte de Rothschild, einer gesellschaftlich aktiven Malerin und Angehörigen der bedeutenden Bankier Familie. Der berühmte Arc de Triomphe war 1836 am Ende der Champs Elysées gebaut worden zur Erinnerung an die Gefallenen der Revolution und der Napoleonischen Feldzüge. Dieser Platz ist speziell, weil er im Zentrum von 12 radial angeordneten Avenues steht und deshalb Place de l'Etoile genannt wurde. 1970 wurde er in Place Charles de Gaulle umbenannt.

Scarlatti und Venedig                                   https://youtu.be/Uf28x9PPAAU
Diese Ansicht Venedigs wurde von einem NASA Satelliten aufgenommen, von mir eingefärbt und zu den Melodien von Domenico Scarlattis Sonata in B-dur (K57) quatroskopisch bewegt. Der Neapoletaner Scarlatti wurde berühmt für seine über 550 barocken Cembalo-Sonaten, von denen er einige auch in Venedig komponiert hatte.

Bach und Zürcher Altstadt                          https://youtu.be/b-wj0r5-a7c
Eine sorgfältig positionierte und gefärbte Google Earth Ansicht der zürcher Altstadt bewegt sich zu einem der meist gespielten Kompositionen von Johann Sebastian Bach, seiner Orchester-Suite in D-dur (BWV 1068). In Zürich bin ich geboren und aufgewachsen. Bach's Kirchenmusik war mir schon früh bekannt, weil meine Eltern (und später auch ich) Mitglieder der Kantorei St. Peter waren. Diese beteiligte sich an protestantischen Feiertagen jeweils mit einer von Bachs Kantaten am Gottesdienst. 

Bartok und Basler Münster                        https://youtu.be/l11g6XakV0o
Die Rumänischen Volkstänze für Streichorchester komponiert 1917, sind unter den populärsten Kompositionen in Bela Bartoks Schaffen. In den 1930iger Jahren befreundete sich Paul Sacher, Gründer des Basler Kammerorchesters, mit Bartok und gab diesem mehrere Kompositionsaufträge, die ein wichtiger Bestandteil von Bartoks Spätwerk darstellen. Ich wählte eine Google Earth Ansicht des gothischen Basler Münsters, färbte es und verschmolz es quatroskopisch mit dem 5. und 6. Satz von Bartoks Rumänischen Volkstänzen, gespielt hier vom Advent Chamber Orchestra, Illinois.

Artefakte

Gershwin and LOVE                                    https://youtu.be/al9LYKGIIXw
"The Man I Love" war angeblich George Gershwins Lieblingsstück unter all seinen Kompositionen. Er komponierte es 1924 und verwendete es mehrmals in seinen Musicals. Hier brauche ich seine eigene Transkripton für Klavier solo. Ich entwarf das einfache, aus vier Buchstaben bestehende Logo LOVE, um einige Bewegungen in meinem Program zu illustrieren. Speziell dabei ist die Möglichkeit, die freien Räume, die entstehen, wenn ein quadratisches Bild in einem quadratischen Netz bewegt wird, duch Spiegelung über die Kanten des Origialquadrats zu füllen. 

Schuhmann and Grandma's Blanket     https://youtu.be/O4haqVqYvxM 
Meine Schwiegermutter war eine begnadete Knüpferin und brauchte dieses Talent für Kinder- und Puppenkleider aber gelegentlich auch für Wolldecken. Eine davon ist immer noch im Gebrauch für kühle Beine and kühlen Winterabenden. Sein farbigen Streifenmuster wurden zu einer quatroskopischen Versuchung, vor allem im hingeworfenen Zustand. Robert Schumanns Kinderszenen Op. 15 schien dazu bestens geeignet.  

Vivaldi and Ocean Drop                             https://youtu.be/zezDxhaokiU
Mit dem zweiten Satz von Antonio Vivaldis Flötenkonzert "Tempesta di Mare" verband ich eine Miniatur "Ocena Drop" gemalt von Pauline Béziat. An einer Austellung, die 2018 von Studentinnen an der ETH Zürich organisiert wurde, an der WissenschafterInnen aufgefordert wurden, ihre Forschung künstlerisch darzustellen, hatte Pauline als junge Studentin ihre 2016 gemalte Miniatur Ocean Drop eingereicht. Diese zeigt, unter anderen lebenden Planktonorganismen, auch die Coccolithophoride Emiliania huxleyi, über die ich früher geforscht hatte. Es gelang mir, zwei von meinen digitalen Quatroskopie-Bildern gegen ihre Miniatur einzutauschen.


 

Mehr über Audioquatroskopie

Die Entwicklung von Audioquatroskopien folgt jenen meiner früheren Projekte, mit denen ich mich seit meiner Emeritierung beschäftigt habe. 1. Das Projekt basiert auf einem neuen Konzept. 2. Das Projekt hat einen Überraschungseffekt. 3. Das Projekt ist ein ästhetischer Genuss. 

Vor allem das erste Kriterium erforderte oft ausgedehnte Literaturstudien, um sicher zu stellen, dass meine Projekt-Idee nicht bereits umgesetzt worden ist. Ich habe dazu zum Beispiel alles Verfügbare über Sonnenuhren gelesen, bevor ich mit dem Bau von Spiegelsonnenuhren begann. Vor dem Bau von Quatroskopen habe ich alles Verfügbare über Kaleidoskope gelesen. Vor der Entwicklung von Audioquatroskopien habe ich ausgedehnte Nachforschung in Internet unternommen, um sicher zu stellen, dass es noch keine mobilen, digitalen Designs zum Rhythmus von klassischen Musikstücken gibt.

Meine Audioquatroskopien sind eine Weiterentwicklung meiner Erfindung der Quatroskopie 2016. Quatroskopien sind Grafiken, bei denen ein quadratisches Bild in vier Richtungen wiederholt gespiegelt wird. Dabei entstehen unerwartete, filigrane Muster. In der realen Welt entstehen solche Spiegelungen in einem quadratischen Spiegeltunnel, ähnlich einem Kaleidoskop, aber mit vier, statt drei Spiegelwänden. Mit meinem ersten, selbstgebauten Spiegeltunnel habe ich Bilder auf dem Computerbildschirm herumgeschoben, bis sie ein gutes Muster zeigten, das ich mit meiner Kamera festhielt:

Die Qualität der festgehaltenen Matrix von 7x7 Quadraten eignete sich aber nicht für grössere Drucke, wegen Unregelmässigkeiten in den Spiegelnäten, was zu Verzerrungen führte. Solche sind wegen der Verwendung von realen Bilder viel leichter sichtbar, als die kaleidoskopischen Spiegelungen von meist interessanten, aber nicht spezifischen Objekten. Der nächste Entwicklungsschritt bestand daher in der Digitalisierung des Spiegelungsprozesses mithilfe von Powerpoint. Dies erlaubte es mir, Quatroskopien mit guter Auflösung als digitale Grafiken zu drucken und in Galerien auszustellen.  

Die spektakulären Musterverschiebungen, die ich bei der Orientierung eines Bildes auf dem Computerbildschirm in eine optimale Position gesehen hatte, blieben jedoch in meinem Gedächtnis. Um dies zu verwirklichen, musste ich lernen, wie man Videos produziert. Meine Vision war es, diese quatroskopischen Bewegungen mit Musik zu verknüpfen. Das Suchen eines Spezialisten, der sich zutraute, dies Prozess zu und programmieren und die Ausführung zogen sich über Monate hin. Im November 2021 erhielt ich den ersten Prototyp eines brauchbaren Programms. Mit diesem ist es mir gelungen, Videos herzustellen, in denen quatroskopische Bilder beweglich werden und diese Bewegungen mit der Melodie eines klassischen Musikstücks koordiniert sind. Schwierigkeiten bleiben bis heute die Kapazitäten der iMacs, welche die Bildraten und Gesamtlängen der Audioquatroskopien beschränken. Ich erwarte, dass die kommende Generation neuer iMacs mit M3 Chips diese Einschränkungen überwinden. 

Das Beispiel einer Audioquatroskopie von Johann Sebastian Bach's Präludium in C-dur (BWV 846) mit dem Bild der St. Thomas Kirche in Leipzig habe ich oben als Einführung gezeigt. Alle weiter Beispiele sind auf www.youtube.com/@audioquatroscopy einsehbar.

Quatroskopien mit eingefärbten Google Earth Aufnahmen von bekannten Lokalitäten habe ich 2021 als statische Bilder produziert. Vielleicht werden ich diese in Zukunft auch noch in Audio-Quatroskopien umwandeln.

Quatroskopien von eingefärbten Google Earth Ansichten

Tower of London 

Von den verschiedenen weltberühmten Gebäuden in London, hat sich der Tower als "quatroskopisch" am interessantesten erwiesen (Zentrum anklicken).

Berliner Dom 

Die grösste evangelische Kirche Deutschlands auf der Museumsinsel wurde 1894 - 1905 von Wilhelm II erbaut und 2002 in der jetzigen Form wiedereröffnet (Zentrum anklicken).

Schloss Belvedere, Wien 

Das quatroskopische Muster entsteht vor allem durch die geometrisch angelegten Gärten um das Schloss Belvédère vor den Toren Wiens. In Schloss und Gärten wurde 1770 die Vermählung von Marie Antoinette mit dem späteren Louis XIV mit 16'000 Gästen gefeiert. 

Bundeshaus Bern 

Die zahlreichen Farben symbolisieren die föderalistische Vielfalt des Schweizer Politbetriebs (Zentrum anklicken)

Das nächste Untermenu (auf Leiste oben) zeigt die Projekte, die mich 2019 beschäftigt haben. 

bottom of page